Vorträge

Workshops

Workshops

Kunst

Kunst

Ausstellung

Ausstellung

Musik & Tanz

Musik & Tanz

Community

Community

Über uns

Die Psychedelic Society Leipzig bietet durch verschiedene Veranstaltungsformate und mediale Beiträge vorurteilsfreie und wissenschaftsbasierte Aufklärung rund um das Thema psychoaktive Substanzen. Unser Ziel ist es, dadurch zu verantwortungsbewusstem Umgang und einem offenen Diskurs beizutragen. Warum? Weil wir überzeugt davon sind, dass Psychedelika Werkzeuge für persönliche und kollektive Transformation sein können. Psychedelische Kultur bedeutet für uns Austausch, Kreativität, Offenheit und Raum für Visionen.

Das Event

Warum berauschen wir uns? Warum sind eigentlich manche Drogen legal und andere illegal? Ist unsere Gesellschaft von Vorurteilen über Drogen und drogengebrauchende Menschen geprägt? Hältst auch du möglicherweise an Drogenmythen fest?

Dass die Rauschkultur so alt ist, wie die Menschheit selbst, bezeugen jahrtausende alte Artefakte. In beinahe allen Gesellschaftsformen unserer Menschheitsgeschichte wurden psychoaktive Pflanzen und Pilze gebraucht, um außergewöhnliche Bewusstseinszustände zu erfahren. Es wurden Rituale zum Heilen etabliert und gemeinschaftsfördernde Traditionen geformt, die verdeutlichen, dass der Rausch als Wunsch nach Bewusstseinsveränderung zu einem universellen Bedürfnis des Menschen gehört.

Das Event DROGENKULTUR setzt genau hier an und zeigt exemplarisch auf, dass „Drogen“ in unserer Kultur tief verankert sind.

Was dich erwartet:

  • Die Wanderausstellung “DrogenKultur” der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.
  • Vorträge von Expertinnen und Experten
  • Workshops
  • Psychedelische Kunst
  • Infostände
  • Lichtinstallationen
  • Multimediale Installationen

Als Veranstalter ist unser Ziel, entgegen der üblichen Verbotspolitik, auf wissensbasierte und kreative Art und Weise mit Vorurteilen aufzuräumen, Tabus zu brechen und damit der Stigmatisierung von Drogen und Drogen-Usern entgegenzuwirken.

Zu diesem besonderen Trip laden wir dich ein!

Vorträge & Workshops

Ein wichtiges Standbein dieser Ausstellung sind die Vorträge und Workshops zu aktuellen drogenpolitischen Brennpunkten. Hier könnt ihr euch über die ReferentInnen informieren:

Freitag, 17.6. | 18 Uhr | BtmG abschaffen – und dann?

Steffen Geyer

Nie in der Geschichte der Menschheit haben so viele Menschen so viele verschiedene Drogen genutzt. Der globale Trend zur Lebensoptimierung via Substanzgebrauch steht im Widerspruch zur juristischen Realität “Betäubungsmittelgesetz” und den ihm innewohnenden fast 100 Jahre alten suchtpolitischen Vorstellungen. Steffen Geyer lädt dazu ein, die Binsenweisheit “Drogenverbote schaden mehr als sie nützen” als Ausgang für einen Spaziergang in einer Welt ohne BtMG zu gebrauchen. Welche Chancen ergeben sich durch “freie” Drogen? Welche Grenzen braucht diese Freiheit? Wie viel Verbote sind nötig, um als Gesellschaft vom individuellen Rauschbedürfnis zu profitieren? Droht uns eine “Schöne neue Welt”?

Freitag, 17.6. | 20 Uhr | Polarisierte (Drogen-)Welten – Politische Potenziale psychotroper Substanzen und alterierter Bewusstseinszustände

Dirk Netter

Der Vortrag gibt einen Einblick in die politische Dimension und das gesellschaftliche Veränderungspotenzial von (künstlich) veränderten Bewusstseinszuständen. Während klassische Psychedelika – allen voran das LSD – seit den 1960er Jahren als Symbole der links-wahrgenommenen Gegenkultur gelten, scheinen diese Substanzen nun auch vermehrt in diversen autoritären und reaktionären Kreisen in den Fokus zu rücken.

In ihrer Eigenschaft als »unspezifische Verstärker« haben (psychedelische) Drogen nicht nur das Potenzial als überzeugende Ideengeber zu fungieren und damit als Katalysatoren für gesellschaftliche Veränderungen aufzutreten, sondern bieten ggf. ebenfalls Anlass für alternative Wirklichkeitsdeutungen und unorthodoxe Wissensgenese (spekulativen Wissens).

Die möglichen Produkte dieser Vorgänge erschöpfen sich nicht in sozial-ökologischen Utopien und spirituellen Wirklichkeitsdeutungen, sondern können auch die Basis für anti-liberale und anti-demokratische Vorstellungen liefern (bspw. in rechtsesoterischen und verschwörungsideologischen Milieus), was eine kritische Analyse notwendig erscheinen lässt.

Samstag, 18.6. | 13 Uhr | Ambivalenzen von Wahrheitsdrogen

Dr. Robert Feustel

LSD bedeutete einst die Welt, oder genauer: Eine neue Welt mitsamt einer
neuen Wahrheit. Psychedelisch war das Wort dafür. Gleichzeitig
allerdings diente dieselbe Droge zu Menschenexperimenten, die ebenfalls
psychedelischer Art waren. Timothy Leary oder Richard Alpert, eher
bekannt als Anwälte freier Liebe und ungezwungener Strukturen, kannten
vergleichsweise wenig Skrupel, wenn es darum ging, mit einer mächtigen
Drogen ihre Wahrheit in Köpfe anderer pflanzen zu wollen. Psychedelisch
ist also, ähnlich wie psycholytisch, ein heißes Eisen. Wenn es
schließlich um die Zukunft es Psychedelischen geht, ist Vorsicht ratsam:
Wann immer zu viel Wahrheit untergerührt wird, steht die Freiheit auf
dem Spiel.

Ambivalenzen von Wahrheitsdrogen

Samstag, 18.6. | 15 Uhr | Gegen das Stigma: Über Drogen und Sucht sprechen

Philine Edbauer

Von „Junkies“, „Drogenkriminellen“ und „Süchtigen“ kann man jeden Tag in der Lokalpresse lesen und sofort kommen bestimmte Bilder von Menschen und Zuständen in den Kopf, mit denen man nichts zu tun haben will. Die einen werten illegale Drogen im Gesamten ab, andere grenzen sich als Konsumierende selbst von anderen Konsumierenden ab, um sich dem Stigma zu entziehen. Schon allein, wenn man offen über Drogen und Sucht spricht, läuft man Gefahr stigmatisiert, ausgeschlossen und diskriminiert zu werden. Und schon die negativ besetzten Begriffe „Droge“ und „Sucht“ machen wertfreie, sachliche und respektvolle Gespräche schwer. Die Diskussion über eine diskriminierungsarme Wortwahl ist ein Türöffner, um Stereotype und Bilder hervorzuholen und durch sensiblere Formulierungen abzulösen. Dies werden wir im Workshop ergebnisoffen zusammen tun.

Samstag, 18.6. | 17 Uhr | Einführung in die Kultivierung von Pilzen

Michael Ganslmeier

Der Workshop gibt einen groben Überblick zur Kultivierung von Pilzen auf Holz, Stroh und anderen Medien und es werden verschiedene Kulturmethoden vorgestellt. Die Teilnehmenden lernen, wie ein Substrat hergestellt wird und welche Impfmethoden genutzt werden können. Zum Schluss wird auf die Fruchtbildung und Ernte von Pilzen eingegangen.

Sonntag, 19.6. | 13 Uhr | Die dunklen Seiten des psychedelischen Booms : Macht, Missbrauch, Kommerzialisierung

Nadja Schollenberger

Seit einigen Jahren sind Psychedelika nicht nur sprichwörtlich in aller Munde und die Versprechungen, die ihre Befürworter machen, maximal vollmundig: Sie sollen uns von Depressionen, Angst- und Suchterkrankungen und sogar von unserem Ego befreien. Dass der Konsum von Psychedelika Menschen aber nicht automatisch zu mitfühlenderen und liebevolleren Wesen macht, davon zeugen immer mehr Fälle von (Macht-)Missbrauch, die vermehrt in der Szene diskutiert werden. Dabei wird leider allzu deutlich, dass es nach aller Euphorie auch einen großen Bedarf gibt, sich mit den Schattenseiten der psychedelischen Renaissance auseinanderzusetzen.

In diesem Vortrag geht es darum, warum beim Gebrauch von Psychedelika und bei der Wahl psychedelischer Therapeuten/Schamanen/Retreat Centern besondere Vorsicht walten sollte, wie man zwischen seriösen und unseriösen Anbietern unterscheiden kann und was der Einzelne und die psychedelische Community dafür tun kann, dass Schaden vermieden bzw. vermindert werden kann.

Sonntag, 19.6. | 15 Uhr | Drug Checking

Dr. Felix Blei

Sonntag, 19.6. | 17 Uhr | Auf dem Berg der Verklärung: Spirituelle und transzendente Dimensionen außergewöhnlicher Wahrnehmungszustände

Michael Kleim

Die Suche nach außergewöhnlichen Wahrnehmungszuständen ist Teil der menschlichen Kulturgeschichte. Auch hinter heutigem Drogengebrauch steckt oft eine verborgene transzendente Dimension. Diese Erkenntnis kann helfen, einem selbstschädigenden Substanzgebrauch entgegenzuwirken.